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Montag, 16. März 2015

Unter anderem: Die Hausübergabe!

Anfangen möchte ich heute mal wieder mit einem Lied, einem Klassiker aus den 80er Jahren, weil es so schön passt: The Final Countdown
Der Grund: Das Unternehmen Hausbau neigt sich dem Ende, zumindest der Teil mit der Beteiligung von HvH, alles weitere sollte dann in unseren Händen liegen.

Aber springen wir erst noch einmal ein paar Tage zurück, der Fliesenleger hatte schon im EG größtenteils Fliesen gelegt und es fehlte nur ein Stückchen Flur sowie ... das Bad mit seinen Kletterwänden. So sah eine davon aus:


Sie war wahrlich keine Schönheit, aber der Fliesenleger hat immer an sie geglaubt, hat Ihr Wediplatten und ein neues Kleid aus Fliesen verpasst und siehe da:


Man sah, es passierte etwas, vom hässlichen Entlein ... zur dreckigen kleinen Schamwand, was für ein Wandel! Von außen sah das Ganze dann später so aus:


Es wird also! Im EG wurde dann zwischenzeitlich auch die Keramik für unsere Gäste installiert, da werden sie sich freuen.


Wenn die Fachleute für Sanitärtechnik da sind, dann ist der Heizungsbauer auch nicht fern, gleiche Firma gleich Leute. Also haben wir auch endlich unsere zwei fehlenden Heizkörper bekommen! Ein Traum in weiß und gut verpackt zur Abholung, HK 33/600/1200 und HK 22/600/1200. Hersteller soweit ich weiß Centara Galant. Für kleines Geld abzugeben. ;-)


Diese Altbaumonster wollten Sie uns in die Bäder stellen um bei 35°C Vorlauf der Heizung auf die 24°C in den Bädern zu kommen. Bei 70°C Vorlauf kommen die guten Stücke auf:

HM Galant 5-Anschlüsse 22 T-100 H-600 L-1200  = 1574W
HM Galant 5-Anschlüsse 33 T-150 H-600 L-1200  = 2238W

1574W + 2238W = 3812W

Wir könnten also unsere Heizlast des Hauses mit diesen beiden Heizkörpern decken, wenn wir mit 70°C Vorlauf fahren.
Ok, genug der Frotzeleien.

Dann kam auch einmal Arbeit auf den Bauherren zu: Netzwerkverkabelung auflegen. Kein schöner Job, aber im Wohnzimmer fand ich das noch ganz gut, hat dort auch alles gut geklappt.


Im Arbeitszimmer kam dann leider die bittere Enttäuschung. Nicht eine Ader des Duplex Kabels ging. Das war das kürzeste Kabel welches wir verlegt haben, parallel zu dem Kabel des Wohnzimmers, wo alle Adern einwandfrei laufen. Verlegt im Kabelkanal, kann also eigentlich nichts passieren, denn so ein Kabel trennt man nicht mal eben, wenn man dagegen kommt. Da war ich dann wirklich bedient, denn der Verdacht liegt nahe, dass das schon jemand durchtrennt haben muss ...

Weiter ging es dann heute mit der Bauabnahme. Zeitgleich hat der Sanitärfachmann noch die fehlende Keramik im OG installiert und der Silikonmensch hat alles was an beweglichen Fugen in und am Haus existiert gelegt. Der Heizungsbauer hat derweil das komplette Heizwasser ausgetauscht.

Bei der Begehung kamen dann noch solche Leckerchen im Kinderzimmer unseren Sohnes zum Vorschein:


Es sieht größer aus wie es ist. Es sind vielleicht 3-4 cm, trotzdem will man so etwas nicht haben, schon gar nicht im Kinderzimmer. Weiter haben wir die Wände des kompletten OG bemängelt, da hier nicht in Q3 gespachtelt wurde, vor allem nicht an den Rigipsplatten.
Weitere Mängel die wir aufgenommen haben:

  • Kratzer an 2 Fenstern die getauscht werden müssen
  • Ein Rolladen fährt nicht komplett runter
  • Dachverklammerung am Ortgang fehlt
  • Bodenluke immer noch undicht
  • Die Fuge zwischen Gipskarton und Mauerwerk wurde verpachtelt, diese muss entfernt werden.
  • Dokumentation Fundamenterder fehlt gemäß DIN 18014
  • Einweisung, pneumatischer Abgleich und Inbetriebnahme der Lüftungsanlage fehlt
  • Hydraulischer Abgleich wurde angeblich durchgeführt, Dokumentation fehlt
  • Nachweis für die Wasserqualität in der Heizung
  • Stromkostenerstattung für das direkt elektrische Aufheizen des Estrichs
  • Nachweis für die Verlängerung der Garantie des Estrich im OG
  • Silikonfugen zum Zeitpunkt der Abnahme nicht fertig gestellt
  • Die Leitungs- und Rohrdurchführungen im Hausanschlussraum wurden verschlossen aber die Leitungen und Rohre wurde nicht entkoppelt
Es fehlt in diesem Zusammenhang die fehlerfreie Heizlastberechnung - beim Schreiben aufgefallen - Skandal!

Wir haben uns mit HvH auf einen Betrag geeinigt, den wir bis zu Beseitigung der Mängel zurückhalten werden. Im Vorfeld wurde noch der Blower-Door-Test gemacht. Zu meiner Verwunderung hat den die Bauleiterin selbst durchgeführt. Etwas skeptisch ist man da schon, wenn das Bauunternehmen den selbst durchführt aber ok. Im Test konnte der geforderte Wert von n50 = 1,5 1/h deutlich unterboten werden. Unser Wert liegt bei n50 = 0,75 1/h.
Passivhäuser liegen bei n50 = 0,1 bis 0,6 1/h. Ich denke also mit dem Wert können wir sehr zufrieden sein. Ihr Hund hat den Test nicht beeinflusst, hoffe ich. Aber vielleicht handelt es sich auch um einen sehr seltenen Differenzdruck Ausgleichshund, um das Ergebnis positiv zu beeinflussen? ;-)


Abschließend gab es dann von HvH die obligatorische Flache Champus:


Damit schließe ich für heute. Bilder in besserer Qualität werden nachgereicht. Der Termin hat heute 4,5 Stunden gedauert. Wenn ich bedenke, dass sie vorher um 11:00 Uhr eine Übergabe hatte und dann um 13:30 Uhr bereits bei uns war, dann muss das andere Haus ja Top sein.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass wir einmal mehr froh waren einen Sachverständigen mit an Board zu haben. Dieser hat uns sehr gut unterstützt und beraten. Kann ich nur empfehlen!

Dienstag, 17. Februar 2015

Einen "Full House" mit Asse und Königen!

Der Big Blind bestand aus 7 Mängeln die ich setzen musste. Hoch gepokert hatten wir ja nicht, aber heute hatte ich dann doch endlich mal Glück und einen "Full House" auf der Baustelle:

Die Asse:
 - Bauleiterin
 - Heizungsbauer
 - Trockenbauer

Die Könige:
 - Fliesenleger
 - Elektriker

Die Asse hatte ich ja schon häufiger auf der Baustelle, aber dabei noch die Könige zu bekommen war schon echtes Glück. Die Chancen auf einen Full House liegen immerhin nur bei 0,14% !

Mein Gegenspieler guckte wie Pik 7, traute sich aber nicht um weitere 7 Mängel zu erhöhen und hat gepasst, somit hatte ich gewonnen:

Es ging also los am späten Nachmittag mit der Einweisung des Heizungsbauers der heute endlich das Außengerät installiert hat. Das Gerät entspricht dem Äußeren nicht gerade einer Herz Dame es ist eher der Kreuz Bube oder Bauer wie wir sagen, aber es arbeitet unerbitterlich:



"Straight" von der Einweisung ging es zur Mängelbegutachtung und ich bekam einen "Flush", denn die Trockenbuben Trockenbauer waren endlich richtige Handwerker, zumindest machen sie den Eindruck. Es wurden bereits selbstständig Mängel ausgebessert die ich bisher nicht gesehen hatte, wir konnten uns alle problemlos unterhalten und es wurden alle weiteren Mängel begutachtet und angegangen. Ersteindruck: Sehr gut!
  • Kondenswasserbildung unter der Dampfsperre durch fehlende Dämmung - nachgedämmt
  • Kondenswasserbildung an dem Abluftrohr/Fallrohr der Wanne - wird gedämmt
  • Undichte Dachbodentreppe - Nachgedämmt und die Dichtung wird repariert
  • Der Riss in der Ankleide der mit Sicrall geflickt und gerissen war - nachgedämmt, wird verklebt
  • Kondenwasserbildung oberhalb des Veluxfensters - Komplett erneuert, inkl. Dämmung
Das waren die ersten zwei Asse, jetzt das Dritte: Die Bauleiterin hat mir dann mitgeteilt, dass die mit Leitungswasser befüllte Wärmepumpe natürlich noch einmal korrekt befüllt wird mit aufbereitetem Wasser.

Dann kamen die Könige: 
Der Elektriker hatte heute bereits angefangen Steckdosen und Schalter zu setzen, der Sicherungsschrank hing auch bereits. Aber sie konnten wohl noch nicht sagen wann der Zähler kommt.
Mit dem Fliesenleger habe ich dann heute alle Details geklärt und er hat auch bereits angefangen mit dem Dichtanstrich in den Bädern und wird auch bald schon mit den Wandfliesen anfangen.

Als Abschluss bleibt noch ein nettes Anekdötchen:
Vor sechs (In Zahlen: 6) Monaten haben wir bei dem Heizungsbauer ein Angebot angefragt für ein Funkraumthermostat von Rotex. Heute, also 6 Monate, eine Wintersonnenwende, mehre Monde, mehrere Entwicklungsstufen meines Sohnes und den Bayern als Herbstmeister später haben wir endlich ein Angebot erhalten für das Funkraumthermostat.
Ein Angebot mit Preis für das Thermostat, mit dem Vermerk: "Wir weisen darauf hin, dass es sich bei der angebotenen Position nur um die Lieferung des Materials handelt. Der Einbau erfolgt bauseits."
Ganz im Ernst, wer würde sich da nicht verarscht fühlen oder? Ich bestelle bei dem Heizungsbauer ein Thermostat und soll es selbst verbauen, mit Eingriff in die Heizungsanlage? WTF?



Mittwoch, 4. Februar 2015

Lüften, Lüften, Lüften! Aber wofür?

Der Estrich ist da und hat seinen guten Freund die Feuchtigkeit mitgebracht! Daher fahren wir zur Zeit täglich mehrfach zur Baustelle um alle Fenster aufzureißen und die Luft auszutauschen.




Als guter Gastgeber öffnet man den Freunden seines Estrichs natürlich auch gerne mal Fenster und Tür. Nur das Problem ist, das ist eine Art von Freund die ein sehr gutes Sitzfleisch hat. Kennt ja sicher jeder von sich oder seinen Freunden, wenn es mal gesellig ist, dann will man nicht weiter ziehen.

So auch bei der Feuchtigkeit, bei den aktuellen Temperaturen von 0°C bis 5°C ist es schwierig das Wasser aus dem Haus zu bekommen. Warum ist das so?

Bei einer Temperatur von 0°C kann ein m³ Luft knapp 5g Wasser aufnehmen. Bei einem Gebäudevolumen von ~600m³ kann die komplette Raumluft also ungefähr 3 Liter Wasser aufnehmen. Wenn man jetzt bedenkt, dass hunderte Liter Wasser im Estrich sind, kann das also ziemlich lange dauern. Es kommt aber noch schlimmer, wenn man jetzt lüftet, dann hat die frische Luft ja nicht 0% Luftfeuchtigkeit. Momentan sind es eher bereits 70-90%, d.h. die komplette Luft im Haus kann also zusätzlich maximal 0,3 bis 0,9 Liter aufnehmen.
Was passiert also mit der Feuchtigkeit die aus dem Estrich kommt? Sie setzt sich an Fenstern, Wänden etc ab.
Es ist also wichtig, dass wir bald anfangen zu heizen, denn 20°C warme Luft kann schon 17g Wasser je m³ aufnehmen. Das wären bei 600m³ Luft bereits 10 Liter! Daher ist es auch wichtig zu heizen und zu lüften, zu heizen und zu lüften ... ich denke das Prinzip habt Ihr verstanden. ;-)

Nun braucht man dafür aber eine Heizung. Check, heute gekommen. Soweit so gut, dass man so etwas auch besser planen kann zeigt dann folgendes Bild:


Der Heizkreisverteiler ist nicht mehr ordentlich zugänglich. Kein Beinbruch, man kann die Werte noch ablesen und verstellen. 
Das Kabel welches davor liegt ist von der Heizung, da diese an den Baustrom angeschlossen ist. Dafür muss natürlich die Türe die ganze Zeit auf Kipp stehen. PCT Chemie sagt, dass man dies für Retanol Estrich in der Trocknungphase vermeiden sollte.

Beim lustigen Feudeln bzw. "Freunde des Estrichs" auflesen mit dem Lappen an den Fensterrahmen ist mir dann aufgefallen, dass meine besten Freunde vom Trockenbau doch tatsächlich auch mal einen Fehler in der Ausführung der Dachflächenfenster gemacht haben.
Es hatte sich Wasser oberhalb der Dampfsperre abgesetzt. Wahrscheinlich würde der Trockenbauer jetzt sagen: Wir haben super gearbeitet, ist halt eine Dampfsperre und keine Wassersperre.


Die Bilder sind schlecht, da ich sie mit dem Handy machen musste, aber man erkennt deutlich die Feuchtigkeit auf der Dampfsperre und die 3-4 Löcher die durch die Schrauben des Trockenbauers entstanden sind. Grund genug sich dieses Detail des Fensteranschlußes noch einmal genauer anzuschauen. In der Einbauanleitung von Velux für die Dampfbremsmanschette sieht man, dass die verstärkte Falz der Manschette in den Rahmen eingepresst wird. Leider war das an vielen Stellen nicht der Fall und beim Anheben der Falz kommt dann so etwas zum Vorschein:


Frei dem Handwerkermotto: Viel hilft viel!
Packt die erste Schraube nicht und bricht weg, dann setze noch eine und ärger Dich nicht. Ich habe dann die Falz überall ordentlich angedrückt und die Löcher ordentlich verklebt. Das passende Klebeband braucht ich ja ohnehin schon öfter... Am zweiten Fenster das gleiche Bild.

Von der Neugier gepackt wollte ich es wissen, mittlerweile fast dunkel nahm ich meine erfolgsverwöhnte Taschenlampe (mehrfache Testsiegerin beim Fehlerfinden auf der Baustelle) und schritt zur Dachbodentreppe! Wollte ich diese doch eigentlich nicht aufmachen in der "Regenzeit", musste ich jetzt aber den Weg wagen. Mit festem Schuhzeug, genug Batterien und dem Mut des Tüchtigen machte ich mich auf den Weg die Tropfsteinhöhle zu finden. 3 Sekunden später stand ich vor ihr. Die Dachtreppe tropfte und siffte vor sich hin. Nach dem Entriegeln wusste ich nicht was mich erwartet. Werden 100 Liter Wasser auf mich hinunter stürzen oder werde ich die Wüste Gobi bei Nacht vorfinden?
Nichts von beiden, aber es war deutlich zu erkennen, dass die Dichtung der Treppe an drei Stellen nicht dicht ist:


Oben der Dachboden, unten die Dampfsperre der OG-Decke zu erkennen. Hier sieht man sehr schön wie die Feuchtigkeit auf den Dachboden wandert. Glück dem der nur 5°C im Haus hat. (Wir erinnern uns, kalte Luft wenig Wasser)
Also Mängelrüge an HvH, muss dringend behoben werden bevor die Heizung in Betrieb geht. Die Mail wurde dann auch wieder länger.
Zum guten Schluss und ohne weitere Worte bleibt dann noch dieses Bild eines lebenden Feuchtraumbiotops:





Sonntag, 21. Dezember 2014

Das Gerüst ist weg, genau wie die Sturmklammern

Das Jahr neigt sich dem Ende und bei HvH ist man ja bereits seit einiger Zeit im Urlaub und hat wahrscheinlich nur noch gespannt geschaut was Hannover 96 noch in dem letzten Spiel vor der Winterpause macht, anstatt zu schauen was die beauftragten Firmen machen.

Man hätte die Zeit also auch nutzen können und die Sturmklammern anbringen können bevor das Gerüst entfernt wurde. Zufällig liegt mir der Lieferschein vor von Braas und demnach wurden sie auch geliefert.

Der stellvertretende Bauleiter hat mir aber mitgeteilt, dass der Dachdecker die Verschraubung der Ortgangsteine sowie das Anbringen der Klammern auch noch ohne Gerüst machen kann. Also warten wir auch hier bis zum nächsten Jahr, ist ja kein Show-Stopper und vergessen werden wir die Klammern natürlich nicht. Dementsprechend gibt es aber heute auch einmal zwei Bilder des Hauses ohne Gerüst.




Das Haus füllt sich aber langsam auch mit Leben, schön vorherzusehen aber nicht mit anzusehen.
Die ersten Rigipsplatten bekommen Ausschlag, sprich Stockflecken, Schimmel. Natürlich ist jetzt schon sehr viel Feuchtigkeit im Bau durch den Putz, aber der Estrich kommt ja erst noch und aktuell wird nahezu durchweg gelüftet. Da wird der Trockenbauer also noch einmal nacharbeiten müssen.




Anbei dann noch ein paar Fotos von dem Wohnzimmer und dem Flur im verputzten Zustand.





Allen Lesern noch eine schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Mängelbehebung, Trockenbau die ...

... ja die wievielte eigentlich? Ich habe aufgehört zu zählen. Der Trockenbauer hatte vorgestern noch seine Arbeiten soweit abgeschlossen, allerdings nicht so wie ich mir das erhofft hatte. So wurde die Dampfbremse an einer Stelle nicht verlängert, wie ich das Montag bereits geschrieben hatte, aber der Hammer war die Lösung zwischen Innenwänden und Decke wo wir teilweise 3 cm hatten. Festhalten:


Man kann dann irgendwann auch nicht mehr lachen über so etwas, da man wirklich denkt, dass diese "Handwerker" einen auf den Arm nehmen wollen. Also wieder Mail an Bauleiterin und Sachverständiger und treffen vor Ort. Heute Vormittag hatten wir dann den Termin mit der Bauleiterin, dem Trockenbauer, dem Putzer und unserem Sachverständigen vor Ort, wo wir alle Mängel noch einmal angesprochen haben und diese wurden dann heute auch direkt angegangen.

Im Detail:
Die Dampfbremse wurde an der fehlenden Stelle verlängert: (Mit dem grünen Klebeband. Er war sicher unsicher welches er benutzen musste und dachte, dann nehme ich mal das bessere. ;-))


Die Gipskartonplatte im Bad, die 0 mm Abstand zur Wand hatte wurde etwas gekürzt. Und es wurden alle Innenwände mit Gipskartonplatten erhöht und mit Gips angebracht. Das Nachherbild zu dem ersten Foto:

Der Putzer wird jetzt hier noch ein Streckmetall aufbringen bevor er die Wand verputzt.
In den Fixierungen der Innenwände mittels PU-Schaum an die Dachkonstruktion sieht unser Sachverständiger kein Problem. Er geht davon aus, dass dieser Schaum die Sollbruchstelle ist, wenn die Kräfte wirken. Allerdings hat weder er noch die Bauleiterin verstanden, warum dies überhaupt an der zweiten Wand angebracht wurde. Ab morgen wird dann also verputzt im Haus.

Ich hatte ja eigentlich immer die Hoffnung, dass wir den Estrich wenigstens noch bis Ende des Jahres rein bekommen, aber die Hoffnung wurde mir heute genommen, nachdem die Bauleiterin meinte, dass dies wohl dieses Jahr nicht mehr klappt, da der Putzer bis nächste Woche benötigt und dann der Heizungs- und Sanitärbetrieb kommt und 1-2 Wochen benötigt. Nicht dass die Hoffnung noch wirklich groß gewesen wäre, aber ein Funke war noch da.






Montag, 1. Dezember 2014

Elektroarbeiten, Mängelbehebungen, Eigenleistungen

Lange war nichts passiert auf der Baustelle. Ende letzter Woche ging es endlich weiter. Mittwoch bis Freitag war der Elektriker vor Ort und hat gefräst, gestemmt und Kabel verlegt.
Am Freitag war dann endlich auch HvH & Söhne Bauunternehmungen da und haben zwei Betonverstärkungen gesetzt, nicht so wie ursprünglich angesprochen, aber die Hauptsache ist, dass die Wand jetzt stabil ist und dass ist sie. Weiter haben sie am Freitag endlich die ganzen Schlitze geschlossen, die schon seit Wochen auf der Mängelliste standen.
Warum sie allerdings mit PU-Schaum eine Verbindung zwischen zwei Innenwänden und der Lattung der Gipskartonplatten geschaffen haben ist mir unverständlich, diese Frage steht noch aus.

Am Wochenende habe ich dann für unser Netzwerk noch jeden Raum mit mindestens einer CAT.7-Duplex Verkablung ausgestattet. Tipp: Überlegt Euch gut Duplex zu nehmen, das Kabel ist in etwa so flexibel wie eine Eisenbahnschwelle. Aber im Ernst, man macht es nur einmal und es macht Sinn. Wer jetzt fragt warum CAT.7 Kabel? - Weil es geht!
Es hätte natürlich auch CAT.6 oder CAT.5e gereicht, ist aber nicht billiger, daher CAT.7.
Zum Glück hat mir ein guter Freund noch spontan helfen können, sonst hätte ich wohl eine Nachtschicht einlegen müssen, da dies am Wochenende fertig werden musste. Heute sollte nämlich der Putzer kommen.

Der Putzer hat heute auch sicher geputzt was das Zeug hielt, allerdings nicht bei uns.
Heute war erst noch einmal der Trockenbauer da zum Abschließen der fehlenden Gipskartonplatten und vor allem der Mängelbeseitigung. Es handelt sich um 5 Männer des Subunternehmers des von HvH beauftragten Unternehmens und ich wäre heute gerne der albanischen Sprache mächtig gewesen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht viele gute Worte über mich gefunden haben. ;-)

Was haben die Herren gemacht oder sollten sie machen?

  • Die Dampfbremse wurde verlängert, dazu mussten in den Randbereichen alle Platten noch einmal runter. Das hat in zwei Räumen auch gut geklappt, leider kam dann wohl wieder der alte Trott und es wurde an dem Deckenanschluss verlängert, aber an der Schräge schon nicht mehr. 
  • Es wurden noch ein paar Löcher gespachtelt, die Freitag vergessen wurden.
  • Die Wände sollen mit Gipskartonstreifen höher gezogen werden und mit Gewebe versehen werden, damit hier verputzt werden kann. Der Bausachverständige hatte diesen Übergang bemängelt, da die Abstände zu groß waren und die Gipskartonplatten vor der Wand enden müssen.

Da der Trockenbauer um 18:30 noch dran war, weiß ich nicht, ob diese Arbeiten abgeschlossen wurden, das werde ich morgen früh feststellen.
Unser Sachverständiger war heute wohl auch noch einmal vor Ort und hatte sich den Fortschritt angeschaut. Bei einem Gang über das Gerüst hat er festgestellt, dass am Ortgang keine Sturmklammern angebracht wurden wie von Braas empfohlen.... Schöne Woche!








Sonntag, 16. November 2014

Trockenbauer Part II

In 3 von 5 Räumen sind die Gipskartonplatten jetzt angebracht worden. Der Rest kann erst folgen, wenn der Rohbauer vor Ort war um den Ringbalken anzubringen. Das soll in der kommenden Woche geschehen.



Dienstag, 11. November 2014

Die Trockenbauer waren da...

Anfangen möchte ich aber mit dem Begriff Mangel und wie der Duden diesen erklärt:
  1. [teilweises] Fehlen von etwas, was vorhanden sein sollte, was gebraucht wird
  2. etwas, was an einer Sache nicht so ist, wie es sein sollte, was die Brauchbarkeit beeinträchtigt und von jemandem als unvollkommen, schlecht o. ä. beanstandet wird
Sowohl Punkt 1 als auch Punkt 2 sind in den letzten zwei Tagen häufiger vorgekommen. Bei youtube findet man ja wirklich jeden Driss (rheinische Umgangssprache für Mist), aber ich fand das hier sehr passend: Der Mangel (Aktuelle Views: 10632, wir knacken die 11k! ;-) )

Er singt:  "3x Das Ufer so weit, wir leiden den Mangel ... Seemannsleid ist Einsamkeit", wir dichten das aber um in "3x Das Ziel so weit, wir leiden Mangel ... Bauherrenleid ist Zweisamkeit". Denn Einsamkeit leidet man definitiv nicht. Der Tag heute: Diskussionen mit dem Trockenbauer, Telefonat mit dem Sachverständiger, Telefonat mit der Bauleiterin, Gespräch vor Ort mit dem Bauleiter Rohbau, Gespräch vor Ort mit dem Sachverständigen.

Aber springen wir noch einmal einen Tag zurück oder vielmehr zwei Tage: Wir kommen auf die Baustelle und stellen fest, dass der Trockenbauer am Freitag und Samstag fleißig war. Wir stellen allerdings auch fest, dass einige Dinge im speziellen mit der Dampfbremse nicht in Ordnung waren.
Verklebung, unsachgemäße Verarbeitung, Löcher etc., sodass ich am Sonntag noch über 50 Fotos von Mängeln gemacht hatte.

In meiner Mail am Sonntag an unseren Sachverständigen habe ich das Ganze aber auf 6 Highlights reduziert, ich wollte ja nicht sein Postfach sprengen. Am Montag meldete er sich daraufhin direkt bei mir und wir haben einen Termin für die Besichtigung vereinbart. Dabei wurden dann gleich auch noch ein, zwei weitere Mängel gefunden, lose Steine bzw. "lose Wände".

Am gleichen Tag ging von Ihm noch die Mail an unsere Bauleiterin, da wir wussten, dass die Trockenbauer heute weitermachen wollten, da der Elektriker gestern noch die Kabel eingezogen hatte.
In der Mail stand auch, dass die Mängel erst behoben werden müssen, bevor die Gipskartonplatten aufgebracht werden.

Zeitsprung, wir schreiben Dienstag den 11.11., Karnevalsbeginn im Rheinland und gleichzeitig Arbeitsbeginn der Trockenbaukolonne in Krefeld im Auftrag des niedersächsischen Unternehmens HvHs mit dem Ziel, die kompletten Mängel unter den Gipskartonplatten zu begraben.

Wenn da nicht, ja wenn da nicht der einsame Bauherr (Wir hatten uns ja darauf geeinigt, dass nur die Seeleute einsam sind) um die Ecke gekommen wäre.

Leider hingen die ersten Platten bereits unter der Decke, als der Recke um die Ecke kam. Dann folgte wie oben geschrieben eine Abfolge an Telefonaten, Diskussionen usw. Die Aussage des Trockenbauers war mir gegenüber, und auch heute Nachmittag dem Sachverständiger: "Wir haben einen super Job gemacht!" Ja, wenn man seiner Werbung auf dem Auto vertraut: "Trockenbau & Sanierung". Ich dachte, er macht beides unabhängig voneinander, ich wusste aber nicht, dass dies im Zusammenhang steht. Er macht also erst den Trockenbau und später die Sanierung. ;-)

Er hat die Mängel nicht eingesehen, außer den Löchern, die er kommentierte mit: "die machen wir immer kurz vorher zu, wenn wir die Platten drauf machen." Is klar...

Er musste also 4 Rohre im Bad neu verkleben, bei beiden Dachflächenfenster die Verklebung neu setzen, bei der Dachluke die fehlende Überlappung und den offenen Schlitz von 15 cm(!) sowie alle Löcher schließen. Alleine die Rohre neu zu verkleben muss eine (Achtung Kalauer!) "Heiden"arbeit gewesen sein. Mit strahlendem Gesicht präsentierte er mir seine getane Arbeit und ich fand es war diesmal auch wirklich ordentlich. Den Vogel hat dann allerdings der Sachverständige abgeschossen:

Ja, ordentlich verklebt, luftdicht, alles einwandfrei, nur einzig haben sie das falsche Klebeband benutzt, dieses ist nicht zulässig für Deckendurchlässe, sie hätten das grüne nehmen müssen. (Hersteller Siga)

Eine Rolle Siga Sicrall, gelb: 21€, eine Rolle Rissan, grün: 23€, das Gesicht des Trockenbauers: unbezahlbar.

Es hat sich aber richtig was getan an dem Tag. Der Trockenbauer hat alle Mängel zur Zufriedenheit behoben. Ich habe noch die Verklebungen des Elektrikers korrigiert, da diese auch nicht luftdicht waren und bereits mittags war ein Bauleiter von HvH & Söhne (Rohbau) vor Ort gewesen, der die Steine wieder geklebt hat. Ein sehr netter umgänglicher Mensch.

Von diesen beiden Punkten war ich am Ende des Tages also sogar positiv überrascht, wenngleich man sagen muss, dass ich mir diese vielen Gespräche gerne gespart hätte, denn Einsamkeit habe ich ja nicht, hier wurde mir mein Familienleben genommen...

Was bleibt, ist die Frage um die "lose Wand". Es handelt sich um die Wand zwischen Bad und Flur im 1.OG. Diese wackelt immens, wenn man leicht dagegen haut. Der Statiker von HvH klärt dies noch einmal. Die Aussage der Bauleiterin war aber, dass diese Wand von den Gipskartonplatten an beiden Seiten gestützt wird. Was sie nicht weiß: Die Gipskartonplatten müssten dann eine Stärke von ~ 4 cm haben, die Platten will ich sehen (aber nicht in meinem Haus!).


Schönen Abend! Bilder -->