Maurer werden ist nicht schwer, Maurer sein dagegen sehr. Ok, ist natürlich generell Unsinn, aber bei HvH könnte das durchaus zutreffen.
Bei unserem Pokertreffen zuletzt auf der Baustelle haben der Fliesenleger und die Bauleiterin festgestellt, dass die zwei Mäuerchen im Bad etwas kränkeln.
Erste Diagnose: Die Mauern sind zu hoch und nach oben hin schief.
Behandlungsvorschlag: Abreißen und mit Porenbeton neu hochziehen auf die richtige Höhe.
Eine tragfähige Wand mit Porenbeton ohne Betonrähm? --> Mail an den Sachverständigen
Seine Aussage am nächsten Morgen war wie zu erwarten: Geht nicht! Er hat dann kurz mit Ytong gesprochen, um zu klären bis zu welchem Maße das OK wäre. Die Aussage von Ytong: Das Bauunternehmen muss dann einen Statiknachweis erbringen, ohne Verstärkung geht es nicht.
Also bei HvH den Statiknachweis angefordert. 2 Tage später kam dann die Aussage, dass sie diesen nicht erbringen können, es wird also eine Verstärkung eingebracht.
Letzte Woche kam ich dann auf die Baustelle und musste feststellen, dass die Maurer schon tätig gewesen sind. Wenn ich mir das Ergebnis so anschaue, dann muss ich mir eingestehen: Hätte ich selbst nicht so schlecht hinbekommen können.
Vor meinem geistigen Auge habe ich die Maurer gefragt: "Habt Ihr das Maurerhandwerk gelernt?"
Und da fangen sie an zu singen (<-- Link für die Melodie ;-)):
Nä, nä, dat wesse mer nit mih, janz bestemp nit mih,
Un dat hammer nit studiert.
Denn mer woren bei HvH en d'r Klass
Do hammer sujet nit jeliehrt.
Dreimol Null es Null bliev Null
Ich denke, auch die nicht Kölsch behafteten können das verstehen.
Ok, Tagtraum zu Ende, zurück in die Wirklichkeit, so sehen sie aus die guten Stücke:
Auf dem alten Teil wurde nun eine Poroton U-Schale gesetzt und mit Beton gefüllt. Um die fehlende Stärke der U-Schale auszugleichen haben die Fachmänner dann alles zusammen gekratzt was sie finden konnten. Im Treppenhaus sind sie auf Ytong Typ 30 Füllmörtel gestoßen. Damit haben sie dann die Wände versucht auf die nötige Breite zu bekommen, quasi als Putz.
Dieser ist natürlich nicht dafür gedacht, zudem ist dieser dann auch gleich nach unten gelaufen, so dass sich die Wand noch oben hin verjüngt. Da das wieder nicht akzeptabel für mich war, hab ich dies also erneut bemängelt. Jetzt muss der Fliesenleger das Ganze beheben, da er darauf wohl auch keine Fliesen kleben würde.
Die Wände werden jetzt also mit Wediplatten verstärkt, um einen ordentlichen Untergrund für die Fliesen zu bekommen. An der Dusche geht das nicht, hier wird die Wand mit Gewebe verstärkt um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Der Wandaufbau wird dadurch breiter, damit können wir aber leben.
Der Fliesenleger hat das Erdgeschoss fast fertig gestellt, hier fehlt nur noch der schmale Durchgang bis zur Haustüre und das Verfugen des Wohnzimmers und des HARs. Das Bad im Obergeschoss macht er dann nächste Woche.
Wie Ihr den nachfolgenden Bildern entnehmen könnt, sind auch bereits die Innentüren geliefert, diese sind gestern eingebaut worden. Der Trockenbauer hat zwischenzeitlich auch alles verspachtelt.
Viel Staub, aber man kann die Fliesen erahnen... Bis demnächst.
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